Unfallort Küche   1)

Jedes Jahr passieren in Österreich über 31.000 Unfälle in der Küche. In den letzten 10 Jahren gab es da keine große Veränderung.
Jeder siebte Unfall passiert mit Kindern unter 15 Jahren.
Ein Drittel der Verletzten sind Erwachsene zwischen 25 und 64 Jahren und ein weiteres Drittel sind über 65 Jahre alt.
Unfälle passieren, wenn man abgelenkt ist, hektisch arbeitet oder nicht aufpasst. Die häufigsten Verletzungen in der Küche sind Knochenbrüche, gefolgt von offenen Wunden und Verbrennungen/Verbrühungen.

Häufigste Ursachen für Brände in der Küche    2)

Die häufigste Ursache für Küchenbrände sind Fettbrände.
An zweiter Stelle kommen Gegenstände, die zu nah oder gleich auf heißen Herdplatten abgestellt werden.
An dritter Stelle sind technische Defekte in Elektrogräten

z.B. durch einen Kurzschluss oder Kabelbruch

Der Herd – Brandursache Nr. 1 in Österreich    3)

Laut einer KFV-Studie hat es bei 15 % der Österreicher schon einmal zu Hause gebrannt. Bei 6 % musste sogar die Feuerwehr gerufen werden.

Bei einer Analyse der bisherigen Brandfälle im Haushalt zeigt sich, dass der Herd mit 27 % die häufigste Ursache für Brände darstellt. Dabei wurde als häufigster Auslöser das heiße bzw. überhitzte Öl identifiziert. Dies verdeutlicht, dass der Herd von der Gesamtbevölkerung möglicherweise als Risikofaktor unterschätzt wird.

Größte Mängel    2)

  • Herd und heißes Öl am Herd wird als Zündquelle unterschätzt
  • Ablenkung (zB Topf wird am eingeschalteten Herd vergessen)
  • Die Vorbereitung auf einen Brandfall ist oft schlecht. Es fehlt an der nötigen Ausstattung, dem Wissen über den Umgang mit Feuerlöschern und einem Notfallplan in der Familie.

Die Rufnummer der Feuerwehr ist oft unbekannt    4)

83% der Befragten kennen die richtige Telefonnummer nämlich 122.

Das bedeutet, dass jede*r zehnte Befragte beim gedanklichen Abruf der Feuerwehr-Notrufnummer (122) nicht sattelfest ist, obwohl ebenso viele Befragte bereits einmal Feuer unter dem heimischen Dach hatten.

Ausstattung und Erfahrung im Umgang mit Feuerlöschern   3)

Die Auswertung der Umfrage hat ergeben, dass sich in jedem siebten Haushalt ein Feuerlöscher befindet. Lediglich etwa 8 % dieser vorhandenen Feuerlöscher sind in der Küche installiert.

Knapp drei Viertel der Österreicher fühlen sich imstande, einen Feuerlöscher korrekt zu bedienen. Dabei zeigen Männer (85 %) eine deutlich höhere Kompetenz als Frauen (61 %).

Ausstattung mit Rauchwarnmeldern   5)

Laut einer aktuellen Umfrage setzen bereits 44 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher auf Rauchwarnmelder in den eigenen vier Wänden.

Tipps, wie man Brände in der Küche verhindert

Niemals brennendes Fett mit Wasser löschen!

Wenn Fett mit Wasser in Berührung kommt, verdampft das Wasser schlagartig und das brennende Fett spritzt explosionsartig aus dem Topf oder Pfanne.

Das richtige Verhalten ist wichtig!

Wenn Fett brennt, dann ersticken Sie die Flammen am besten mit einem Topf- oder Pfannendeckel oder mit einer Löschdecke.

Vorsicht bei der Verwendung eines Feuerlöschers (CO2-, Pulver- oder geeigneter Fettbrandlöscher): Herausspritzendes Fett kann zu Verletzungen führen.

Herd oder Fritteuse aus, Topf von Herdplatte nehmen.

Fett im Topf nach draußen bringen und lange stehen lassen. Wenn man den Deckel oder die Löschdecke zu früh entfernt, kann sich das Fett erneut entzünden.

So verhindert man einen Fettbrand:

Heißes bzw. am Herd befindliches Fett nicht unbeaufsichtigt lassen.

Herd oder Fritteuse nach Gebrauch sofort abschalten.

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KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit
Quellenverzeichnis:

1)    Quelle: IDB 2022
2)    BVS 2022
3)    KFV/Consent 2021
4)    KFV 2017
5)    KFV/EI-Electronics 2021